Worauf solltest du bei der Wahl des WordPress-Hosters achten?
Bevor ich auf die drei besten WordPress-Hoster im Detail eingehe, sollten wir klären welche Kriterien ich beim Test berücksichtigt habe, die teils unerlässlich für den Erfolg, sowie den sicheren und DSGVO-konformen Betrieb Deiner Website wichtig sind:
- Serverstandort und Firmensitz: Auch wenn der DSGVO-konforme betrieb Deiner Website bei ausländischen Unternehmen mit ausländischem Serverstandort möglich ist (Außerhalb der EU wird es jedoch noch eine Schippe komplizierter). So ist dies meist mit deutlichem Mehraufwand und Kosten für zum Beispiel Datenschutzberater verbunden. Aus diesem Grund konzentriere ich mich in diesem Test ausschließlich auf deutsche WordPress Hosting Anbieter mit Firmen- und Server-Standort in Deutschland. Hier gibt es grundsätzlich weniger zu beachten.
- Performance: WordPress-Hosting-Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und alle versprechen dir das eine: Richtig schnelle Ladezeiten! Doch die wenigsten können dieses Versprechen auch wirklich halten. Denn es gibt beim Hosting, wie auch bei jedem anderen Produkt, drastische Unterschiede. Billig-Hosting-Anbieter setzen beispielsweise auf sogenanntes Shared-Hosting. Dabei werden teils hunderte Kunden auf einem einzigen Server betrieben. Die verfügbaren Ressourcen (CPU & RAM) teilen sich die Kunden dann. So kann es dir dann schnell passieren, dass ein anderer Kunde alle Ressourcen für sich beansprucht und Deine Ladezeiten darunter leiden – Auch Noisy-Neighbor-Effekt genannt. Wohingegen Premium Managed WordPress Hoster dir dedizierte Ressourcen zuweisen. Das bedeutet dass die dir zugewiesenen Ressourcen nur von dir beansprucht werden können. Das garantiert die blitzschnelle Ladezeiten. Alle hier im Test Top-platzierten WordPress Hoster bieten eben diese dedizierten Ressourcen an und liegen Performance-technisch nah beieinander. Doch auch hier gibt es unterschiede, wie du weiter unten im Performance-Test nachlesen kannst.
- Support: Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium ist der Support. Und wie gut ein Support wirklich ist, merkst du meist erst dann, wenn die Hütte am brennen ist. Also wenn Deine Website zum Beispiel nicht mehr erreichbar ist, gehackt wurde oder andere Probleme auftreten. Die allermeisten Hoster bieten nur reinen Hosting-Support an. Wenn aber mal etwas mit Deinem WordPress nicht stimmt, kannst du meist keine Hilfe erwarten. Anders ist das bei spezialisierten WordPress Hostern. Dort sitzt im Support meist auf WordPress geschultes Personal, dass dir mit der Technik, aber auch bei allen weiteren Themen rund um WordPress helfen kann. Harte fakten wie gut ein Support ist gibt es jedoch nicht. Vielmehr muss Dein Bauchgefühl beim Hoster stimmen. Generell empfehle ich dir, dich vor dem Kauf immer mit dem Hoster in Kontakt zu setzen. Viele Hoster bieten zum Beispiel einen Chat auf ihrer Website an, wo du vorab Fragen stellen kannst. Wenn du das Gefühl hast, dass der Support sich wirklich für dich und Dein Anliegen interessiert und du nicht nur „eine Nummer“ wie bei einem Massenhoster bist, dann ist das meist ein Indiz dafür, dass der Support dir auch wirklich aus der Patsche helfen kann, wenn die Hütte einmal wirklich brennt. Damit du jetzt nicht dutzende Hoster anschreiben musst, um herauszufinden wie gut der Support ist, lass mir dir eines versichern: Die drei Top-Platzierungen in diesem Test bieten alle einen soliden Support. Meiner Erfahrung nach machst du hier bei keinem etwas falsch, wenngleich es auch hier ein paar unterschiede gibt, auf die ich weiter unten im Detail drauf eingehe.
- Preis: Wie so oft im leben: „Was nichts kostet ist auch nichts“. Und bitte mach nicht den gleichen Fehler wie es tausende täglich tun und greife zu günstigem Massenhosting. In den vergangenen 17 Jahren habe ich eigene Websites und Kundenprojekte bei mehr als 50 verschiedenen Hostern betreut. Dabei habe ich bei Billiganbietern die wildesten Dinge, bis hin zum kompletten Verlust der eigenen Domain erlebt. Wer es mit seiner Website oder Business wirklich ernst meint, sollte nicht auf Billigangebote à la 1€ / Monat reinfallen. Am Ende kostet dich die Datenrettung oder eine gehackte Website mehr Geld als du sparst. Oder die schlechte Performance mehr Umsatz, weil deine Website-Besucher genervt von den Ladezeiten sind. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor sind die intransparenten Preise, vieler Massenhosting-Anbieter. Meist gilt der scheinbar günstige Preis von einem Euro im Monat nur zb. für die ersten sechs Monate. Danach zahlst du oft das fünffache. Hinzu kommen dann oft Zusatzkosten für zum Beispiel SSL-Zertifikate (die beim Premium Hostern übrigens immer inklusive sind). Sodass du auf den ersten Blick zwar günstig einsteigst, am Ende jedoch ein vielfaches mehr zahlst, wie bei einem Premium Anbieter, der jedoch von Anfang an transparent mit seinen Preisen und den inkludierten Features umgeht. In den letzten Jahren hat sich bei mir eine Faustregel etabliert: „Gutes Hosting fängt bei ca. 10€ / Monat an“. Die Ausnahme macht hier im Test WPspace. Dort bist du bei einer Laufzeit von 36 Monaten bei umgerechnet 9,60 € / Monat, was ein absoluter Kracher für die gebotene Leistung ist.
2. Hosting-Anbieter im Detail
Hier findest du die ausführlichen Details zu den drei top platzierten WordPress-Hostern aus diesem Test. Andere Anbieter die ich in den letzten Jahren ausführlich getestet habe, findest du ganz unten im Test.
Platz 1: WPspace – Der Preis-Leistungssieger mit den schnellsten Ladezeiten im Test

🚀 Größter Vorteil: Schnellste Ladezeit im Test
👎 Größter Nachteil: Nur 7 Tage automatische Backups
💰Preis: ab 9,60 € / Monat (bei 36 Monaten Laufzeit)
WPspace ist der Newcomer unter den deutschen Hosting-Providern, die seit 2021 ordentlich den deutschen Hosting-Markt aufmischen. Gegenüber den anderen zwei top platzierten im Test die schon seit mindestens 10+ Jahren am Markt existieren, hat WPspace gezeigt, dass Premium Managed WordPress Hosting, mit brutal schnellen Ladezeiten auch in günstig funktioniert.
Genau aus diesem Grund ist WPspace seit nun 3 Jahren mein aktueller Lieblingshoster. ❤️
Doch wie du sicher oben im Vergleich schon gesehen hast unterscheidet sich WPspace gar nicht so sehr von den Mitbewerbern. Warum also kann ich dir WPspace von Herzen empfehlen?
Ganz einfach. Auf die Details kommt es an:
1. Mehr Power, für weniger Geld
Für weniger als die hälfte des Geldes (9,60 € / Monat) bekommst du bei WPspace das gleiche wie bei HostPress im START-Tarif, der jedoch 22 € / Monat kostet.
Im Vergleich zum raidboxes Mini-Tarif bekommst bei bei WPspace sogar mehr Rechenleistung (2 vCPUs statt einer). Um das zu matchen würdest du bei raidboxes schon den Starter-Tarif wählen müssen der knapp doppelt so teuer ist wie der LITEspace-Tarif bei WPspace.
Preis-Leistungstechnisch hat WPspace, rein von den Fakten, also die Nase vorn.
Doch wie sieht es mit der Performance im Praxis-Test aus?
2. Beste Performance im Test
Bei allen drei Anbietern habe ich eine exakte Kopie einer Test-WordPress-Instanz erstellt, um die Performance 1:1 miteinander vergleichen zu können. Um die reine Rechenleistung der Server zu messen, habe ich auf Caching-Plugins und Performance-Optimierungen verzichtet und serverseitiges Caching bei allen Anbietern deaktiviert.
WPspace schneidet im Performance-Test sehr gut ab! Mit einer Server Response Time von 389 ms im Durchschnitt (Zeitraum: 1 Monat mit insgesamt über 720 automatischen Speed-Tests) schneidet der Anbieter am besten ab. Kein anderer Hoster konnte bessere Werte erzielen.
Auch diese Website hier betreibe ich bei WPspace. Das Ergebnis spricht für sich…

Vorteile im Überblick
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Beste Performance im Test
- 2 vCPU-Kerne (raidboxes bietet nur einen)
- Kostenloser-Umzugsservice deiner Website (Du musst nur das Umzugsformular ausfüllen, der Rest erledigt WPspace für dich)
- Echtes Managed WordPress Hosting inkl. automatische Updates (bei raidboxes erst ab dem Tarif „Fully Managed“ für 35 € / Monat)
- Klonen, Staging, Updates und Security, alles mit nur einem Klick
- Das intuitivste Adminpanel
- Firmen & Serverstandort: Deutschland
- Sehr freundlicher und kompetenter Support (Das bestätigen auch die Bewertungen von WPspace auf Proven Expert)
- Sehr gute Uptime (die zweitbeste nach HostPress)
Nachteile im Überblick
- Für maximalen Rabatt ist eine Mindestvertragslaufzeit von 36 Monaten notwendig
- .de-Domains sind recht kostenintensiv (Ich empfehle die Domain separat bei einem günstigeren Anbieter zu betreiben)
- Redis-Cache erst ab WOOspace-Tarif inkl.
- Keine KI-Features (sind aber in Entwicklung)
- Nur 7 Tage Backups
Platz 2: raidboxes – Der anfängerfreundliche WordPress-Hoster

🤖 Größter Vorteil: KI-Website-Builder inklusive (Anfängerfreundlich)
👎 Größter Nachteil: Schlechteste Uptime & Ladezeit bei den Top-Platzierungen
💰Preis: ab 15,30 € / Monat (bei 12 Monaten Laufzeit)
Die Hosting-Pakete von raidboxes (auch Boxen) genannt unterscheiden sich am meisten von den anderen zwei top platzierten. Sie sind nämlich sehr anfängerfreundlich. Standardmäßig kommt raidboxes mit einem KI-Website-Builder daher. Damit erstellst du super einfach und ohne Programmierkenntnisse deine erste eigene Website.
Außerdem sind viele essenzielle WordPress-Dateien nicht editiertbar. So schützt raidboxes insbesondere Anfänger vor fahrlässigen Fehlern die im schlimmsten Fall zu einen selbstverschuldeten Totalausfall führen können.
Beides Features die für Anfänger und private Blogs toll sind! Für professionelle Benutzer hingegen ist der KI-Website-Builder jedoch noch zu Basic. Es bleibt jedoch spannend wie sich dieser weiterentwickeln wird. Auch dass sich manche WordPress-Core-Dateien nicht editieren lassen kann für professionelle Nutzer oder Firmenwebsites von Nachteil sein.
Wenn du also noch keine eigene WordPress Website hast, ist raidboxes die beste Wahl für dich. Sofern du aber schon eine Website hast und bessere Ladezeiten zum günstigen Preis suchst, dann empfehle ich WPspace.
1. Ladezeit
Mit 583 ms landet raidboxes auf dem dritten Platz. Keinesfalls handelt es sich dabei um eine schlechte Response Time! Dennoch, für die maximal mögliche performance reicht es nicht aus. Vermutlich ist dies dem einen vCPU-Kern geschuldet, wohingegen die anderen Top-Platzierten 2 vCPUs bieten.
2. Teure Preise
Auch wenn raidboxes mit der Bepreisung des Mini-Tarifes im soliden Mittelfeld landet, so ziehen die Preise ordentlich an, wenn Deine Website größer wird und mehr Leistung benötigt. Für eine Vergleichbare Leistung zahlst du in den größeren Tarifen bei WPspace und HOSTPRESS wesentlich weniger.
Als Beispiel: Für den Pro Tarif mit 4 vCPUs & 8 GB RAM zahlst du bei raidboxes 54€ / Monat.

Bei WPspace zahlst du nur 19,20 € / Monat für eine vergleichbare Leistung im PROspace-Tarif. Zwar hast du „nur“ 4 GB statt 8 GB RAM, jedoch kannst du bei WPspace bis zu 3 WordPress Websites betreiben und zahlst weniger als die Hälfte.
An sich ist raidboxes also ein solider und vor allem anfängerfreundlicher Hoster, kommt aber preislich und performance-technisch nicht an WPspace heran. Auch wenn HOSTPRESS ebenfalls ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis liefert, so verdient sich raidboxes gerade wegen den innovativen und anfängerfreundlichen KI-Features den zweiten Platz, den ich immer empfehlen würde, wenn du gerade erst mit WordPress gestartet bist.
Vorteile im Überblick
- Der anfängerfreundlichste Hoster
- Cooler KI-Website-Builder
- Standardmäßig inkl. Varnish Cache (Sorgt für schnelle Ladezeiten, trotz vieler dynamischer Inhalte)
- Klonen, Staging, Updates und Security, alles mit nur einem Klick
- Intuitives, modernes und übersichtliches Admin-Panel
- Firmen & Serverstandort: Deutschland
- Freundlicher und kompetenter Support
- Bietet Testversion von bis zu 14 Tagen an (Ab Pro-Tarif nur 4 Tage)
- Tolle Sicherheitsfeatures (unter anderem abgesichertes File-System – Core-Files nicht bearbeitbar)
- Setzt sich für Green WordPress Hosting ein
- Gute Uptime
- 14 Tage Backups
Nachteile im Überblick
- Nur 1 vCPU (WPspace bietet mehr für weniger Geld)
- Für maximalen Rabatt ist eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten notwendig
- .de-Domains sind recht kostenintensiv (Ich empfehle die Domain separat bei einem günstigeren Anbieter zu betreiben)
- WordPress-Core Dateien können nicht bearbeitet werden (Für professionelle Anwänder könnte das ein Problem darstellen)
- KI-Builder ist aktuell noch recht Basic und eignet sich nicht für den professionellen Gebrauch
Platz 3: HostPress – Der komplexe Hoster für absolute Profis

🤖 Größter Vorteil: Beste Uptime und Serverstabilität im Test
👎 Größter Nachteil: Komplexes Admin-Panel (plesk)
💰Preis: ab 22 € / Monat (bei 12 Monaten Laufzeit)
HOSTPRESS richtet sich an Profi-User und landet mit der besten Uptime und Serverstabilität auf einem guten dritten Platz.
Mit 22€ / Monat ist der Einstiegspreis bei HOSTPRESS mehr doppelt so teuer wie bei WPspace und ein paar Euro teurer als raidboxes. Performance-technisch holt sich der Anbieter den zweiten Platz mit einer guten Response Time von 499ms.
Mit der Performance kann HOSTPRESS also im Vergleich zu den anderen Anbietern locker mithalten. Uptime und Stabilität sind sogar ein kleinwenig besser. Für den ersten und zweiten Platz hat es aber dennoch nicht gereicht.
Ausschlaggebend dafür ist zum einen der Einstiegspreis aber vor allem die Benutzeroberfläche. HOSTPRESS setzt auf plesk. Eine Benutzeroberfläche die sich mit der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten primär an Profis richtet. Entsprechend komplex und unübersichtlich ist diese für Benutzer die noch nie mit plesk gearbeitet haben.
Wo raidboxes sich von der Benutzeroberfläche primär an Anfänger richtet, richtet sich HOSTPRESS hingegen komplett gegenteilig an Profis. Nur WPspace schafft es, das beste aus beiden Welten miteinander zu verbinden: Zwar setzt WPspace im Hintergrund ebenfalls auf plesk. Vordergründig kannst du Deine WordPress Instanz aber super intuitiv in einem eigenen Admin-Panel verwalten. Solltest du doch Profi-Einstellungen vornehmen wollen, kannst du geschmeidig in den Profi-Modus wechseln und wahlweise ebenfalls plesk nutzen.
Aufgrund des schlechteren Preis-leistungsverhältnisses und der Kompläxität der Verwaltungsoberfläche muss sich HOSTPRESS mit einem immernoch guten dritten Platz begnügen.
Vorteile im Überblick
- Beste Uptime & Stabilität im Test
- Gute Performance
- Klonen, Staging, Updates und Security, alles mit nur einem Klick
- Firmen & Serverstandort: Deutschland
- Freundlicher und kompetenter Support
- 14 Tage Backups (Sogar Geo-Redundant)
Nachteile im Überblick
- Komplexes Admin-Panel (Aber ideal für Profis)
- Für maximalen Rabatt ist eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten notwendig
- .de-Domains sind recht kostenintensiv (Ich empfehle die Domain separat bei einem günstigeren Anbieter zu betreiben)
- Keine Testversion (Aber 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie)
3. Warum ist Performance überhaupt so wichtig?
Wie du beim lesen sicherlich schon bemerkt hast, dreht sich bei der Entscheidung für welchen WordPress-Hoster man sich nun entscheidet viel um das Preis-Leistungsverhältnis. Doch warum ist Performance für das Hosting von WordPress so wichtig und warum tut es nicht ein einfacher Billiganbieter?
Nun, WordPress an sich ist sehr Ressourcenhungrig. In den Anfängen des Internets basierten die allermeisten Websites auf reinem HTML und CSS, sogenannte statische Websites. Entsprechend wurden meist nur diese „statischen“ Daten vom Server beim Besuch heruntergeladen, um eine Website darzustellen. Mit voranschreitender Entwicklung des Internets (Web 2.0) wurden die Websites und Anforderungen an Website immer komplexer, sodass diese Methode nicht mehr ausreichte. Das war sozusagen die Geburtstunde von dynamischen Online-Inhalten und eben auch von WordPress.
Dynamische Webanwendungen wie WordPress basieren meist auf PHP. Anders als bei „statischen“ Websites werden nicht mehr nur noch Daten vom Server heruntergeladen, um eine Website darzustellen, sondern es werden komplexe PHP-Prozesse gestartet, die wiederum zunächst die Datenbank der Webapplikation um Informationen abfragen müssen, bevor eine Website in Deinem Browser dargestellt werden kann.
Genau diese Prozesse erfordern viel Rechenleistung. Anders gesagt: PHP-Anwedungen sind super CPU intensiv.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Je mehr vCPUs Dein Hosting hat, desto mehr Prozesse kann der Server Deiner Website verarbeiten und desto schneller lädt Deine Website. Das ist mitunter einer der Gründe weshalb du Hoster meiden solltest, die gar keine Informationen auf Ihrer Website darüber haben, wie viele vCPUs für die Verarbeitung von PHP-Prozessen für Deine Website zur Verfügung stehen.
Doch Vorsicht! vCPUs sind nicht alles. Dir ist im Test beim lesen des Beitrages sicher schon aufgefallen, dass die Anzahl der vCPUs bei WPspace und HOSTPRESS identisch ist. Und trotzdem ist die Response Time von WPspace knapp 100 MS besser. Das liegt daran, dass PHP-Prozesse grundsätzlich nur Single-Core fähig sind. Je schneller eine CPU also taktet, desto schneller lädt auch Deine Seite.
Kurz gesagt bedeutet das folgendes:
- Mehr vCPUs können mehr Prozesse gleichzeitig bearbeiten und erhöhen die allgemeine Stabilität Deiner Website.
- Eine Höhere Taktrate, kann einzelne Prozesse schnelle abarbeiten und erhöht die allgemeine Ladezeit Deiner Website.
Warum sind schnelle Ladezeiten und eine bessere Stabilität wichtig?
Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, die jedoch alle zum Erfolg Deiner Website beitragen. Die wichtigsten führe ich kurz auf:
- Schnellere Ladezeiten sorgen für eine bessere User Experience und das sorgt, dafür, dass Deine Besucher nicht genervt die Website wieder verlassen. Somit erhöhen sich Deine Chancen für einen Kaufabschluss oder eine Kontaktanfrage enorm. Schon eine Verzögerung von nur einer Sekunde kann zu bis zu 20 % weniger Conversions führen.
- Auch rankt Google Deine Website dank schnelleren Ladezeiten besser in den Suchergebnissen ein. Dein SEO kann sich also deutlich verbessern, wenn du Deine Core Web Vitals verbesserst.
- Eine stabilere Website kann Lastspitzen, wie zum Beispiel bei Rabatt-Aktionen, Newsletter-Aktionen, etc. besser ausgleichen. Wenn du mit Deinem Startup also mal im Fernsehen bei Die Höhle der Löwen bist, brauchst du keine Sorge haben, dass dir Umsatz flöten geht, wenn du auf ein stabiles WordPress Hosting setzt. 😉
4. Welcher Hosting-Tarif ist der richtige für mich?
Du weißt nun, warum Performance beim WordPress Hosting so wichtig ist. Ebenso kennst du die Top 3 WordPress Hoster in Deutschland und dir ist sicher schon aufgefallen, dass alle drei Anbieter ähnlich gut sind. Im Test sind wir jedoch nur auf die kleinsten Tarif-Optionen eingegangen.
Um dir eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, welche Tarif nun genau der richtige für dich ist, hier meine Empfehlungen:
4.1 Hosting für Anfänger und kleine Websites
Für noch kleine Websites oder Anfänger empfehle ich vor allem auf die Kosten zu achten. Wenn Deine Website weniger als 1.000 Aufrufe pro Tag hat, reichen dir die oben genannten kleinen Tarife völlig aus:
- WPspace – LITEspace (das beste Preis-Leistungsverhältnis)
- raidboxes – Mini (Teurer, aber wenn du noch keine Erfahrung mit WordPress hast, dank KI-Builder einfacher in der Umsetzung)
4.2 Hosting für Unternehmen und mittelgroße Websites
Bei Unternehmenswebsites oder Websites mit täglichen Aufrufen zwischen 1.000 und 8.000 Besuchern kommt es eher auf die Stabilität als auf den Preis an. Deine Website ist vermutlich ein Umsatztreiber und hier solltest du nicht am falschen Ende (Performance & Stabilität) sparen
- HOSTPRESS – PLUS (Stabilstes Hosting im Test)
- WPspace – PROspace (Wesentlich günstiger als HOSTPRESS bei gleicher Leistung, jedoch leicht schlechtere Uptime)
4.3 Hosting für große Websites & Online-Shops
Hier sind wir schon in der oberen Preiskategorie angelangt. Geld sollte hier eine untergeordnete Rolle spielen. Denn wenn Dein Shop nicht erreichbar ist, verlierst du Umsatz! Entsprechend solltest du in ein Leistungsstarkes Hosting investieren. Generell empfehle ich in dieser Kategorie immer einen eigenen Server. WPspace und HOSTPRESS bieten diese an. Anders als bei den Shared-Hosting-Tarifen, steht dir hier der gesamte Leistung des Servers zur Verfügung. Nachteil: Die Kosten sind mindestens doppelt so hoch.
Aus diesem Grund empfehle ich zunächst die größten Shared-Hosting-Tarife der jeweiligen Anbieter. Diese bieten nämlich ebenso eigene Ressourcen (CPU & RAM) sind jedoch ein wenig günstiger. Solltest du feststellen, dass die Leistung nicht ausreicht, kannst du immernoch upgraden.
Alternativ, kannst du dich auch vorab mit WPspace oder HOSTPRESS in Kontakt setzen. Beide Anbieter, bieten eine Demo-Migration an. Hierbei erstellt der Anbieter eine 1:1-Kopie Deiner Website auf deren Server. Im Anschluss erhältst du eine ausführliche Performance- und Tarif-Empfehlung. Während der Testphase, kannst du das Hosting und die Performance ausführlich selbst testen und dich vom Anbieter überzeugen. Ich habe den Service bei beiden Anbietern getestet und kann ihn uneingeschränkt empfehlen. Dir entstehen für den Test keine Kosten und auch sonst keine Verpflichtungen.
Aber kommen wir zu meiner Empfehlung:
Die Reihenfolge der beiden Anbieter stellt hier keine Wertung dar. Von der Performance, Stabilität und auch Preislich sind beide Anbieter sehr nah beieinander. raidboxes, ist mir wie bereits im Test erwähnt zu teuer in den höheren Leistungsstufen.
FAQ zum Thema WordPress Hosting
Was ist WordPress Hosting
WordPress Hosting ist ein stark für WordPress optimiertes Webhosting, dass den besonderen Anforderungen an das Ressourccenhungrige CMS (Content-Management-System) in Bezug auf Performance, Sicherheit und Stabilität gerecht wird.
Da wo normales Webhosting an seine Grenzen stößt, setzt Managed WordPress Hosting an. Nutzer greifen gerne auf diese Art Webhosting zurück, da man hier ohne technisches Fachwissen schnell und einfach eine WordPress Website aufsetzen kann, ohne sich Gedanken um die Performance, Sicherheit oder Stabilität der Website machen zu müssen. Dies übernimmt in der Regel der Hoster.
Warum brauche ich WordPress Hosting?
Insbesondere wenn du wenig technisches Fachwissen in Bezug auf WordPress hast, kann dir spezialisiertes WordPress Hosting, viel Zeit und Nerven ersparen, indem es dir die Konfiguration und Optimierung des Servers beziehend auf die Sicherheit, Performance und Stabilität abnimmt.
Viele WordPress Hoster übernehmen zudem auch weitere Wartungsaufgaben für dich. Wie zum Beispiel die Erstellung von regelmäßigen Backups oder WordPress Updates.
Zusätzlich ist der Support speziell für WordPress geschult und kann dir bei Deinen Problemen rund um WordPress weiterhelfen.
Was kostet WordPress Hosting
Gutes WordPress Hosting fängt bei ca. 10 Euro im Monat an. Günstigeres WordPress Hosting ist generell nicht empfehlenswert, da du hier sonst Abstriche in Sachen Performance, Sicherheit oder Stabilität in Kauf nehmen musst.
Nach oben hin gibt es generell keine Grenzen. Hier kommt es ganz auf eine Anforderungen an.
Shared WordPress Hosting stellt die günstigste Variante dar. Hierbei teilst du dir einen Server mit weiteren Kunden.
Bei Managed WordPress Hosting handelt es sich meist um die mittlere Preiskategorie. Hier übernimmt der Hoster neben Performance- und Security-Optimierung unter anderem auch regelmäßige Backups oder Updates.
Bei Managed WordPress Servern handelt es sich um die teuerste Preiskategorie. Hier bekommst du einen eigenen Server. Die volle Serverleistung steht nur dir zur Verfügung. Diese Art von Hosting eignet sich vor allem für große Websites und hochfrequentierte WooCommerce-Shops.